Es gibt bereits einige Verfahren zur Einführung von Modifikation in Proteine, die sich die besondere Nukleophilie der Cystein-Seitenkette zu Nutze machen. Einige dieser Methoden beruhen auf der Fusion zweier Intein-Hälften zu einem aktiven Intein. Allerdings sind die bekannten Verfahren nicht regioselektiv.
Das neue, erfindungsgemäße Verfahren teilt dagegen die Synthese des modifizierten Proteins in zwei Verfahrensschritte auf:
- Ein Hilfsprotein, das aus einem Inteinfragment und einer Exteinsequenz besteht, wird mit einer in das Zielprotein einzuführenden Gruppe (Label) modifiziert.
- Ein Zielprotein wird mit einem komplementären Inteinfragment fusioniert und anschließend mit dem modifizierten Hilfsprotein umgesetzt. Die beiden Inteinhälften fusionieren zum aktiven Intein, welches sich durch Protein-Spleißen autokatalytisch herausschneidet und dabei das Extein und das Zielprotein über eine Peptidbindung miteinander verbindet.
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